Wertvolle Zeit

Leider habe ich nicht genug Zeit, diesen Blog so regelmäßig zu füttern, wie er es verdient hätte. Inzwischen ist das Internet ja voller wichtiger und weniger wichtiger Artikel, die sozialen Plattformen machen die Blogs ziemlich platt, was ich zwar mit Bedauern konstatiere, aber Fortschritt heißt eben Veränderung. Also passt man sich an…

Dennoch wollte ich folgenden Link mal wieder teilen, er hat mich sehr berührt, denn leider sieht man doch beinahe jeder Veranstaltung Hunde, deren Frauchen/Herrchen der Spaß am Hundesport etwas abhanden gekommen ist. Hunde, die „through no fault of their own“ einen Fehler machen, ins Dis laufen oder Punkte in einer anderen Sportart verlieren, und dann mit Verachtung gestraft oder sogar geschimpft werden – obwohl sie überhaupt nichts dafür können. Kein Hund macht absichtlich einen Fehler: Entweder hat der HF versäumt, den Hund ordentlich auszubilden, ihn auf den Stress einer Prüfung vorzubereiten oder die verschiedenen Ablenkungen nicht ausreichend geübt. So einfach ist das, drei Fehlerquellen, und keine davon können wir dem Hund anlasten.

Den Artikel sollte man daher mal in Ruhe durchlesen und vielleicht auch wieder lernen, Hundesport als das zu sehen, was es eigentlich noch sein sollte: Wertvolle Zeit, die wir MIT unserem Hund verbringen – nicht gegen ihn. Daher:

There’s no crying in dog sports

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Bring’s!

Verzeiht die zeitweilige Stille und dass ich „es“ bzw. neue Posts in letzter Zeit nicht gebracht habe. Zeitmangel und so… Ich hoffe, ich werde jetzt wieder aktiver sein können. Fangen wir doch gleich mal mit einem netten Video zum Apportieren an. Die Methode erscheint mir gut für Hunde, die noch gar nicht so recht etwas mit dem Bringen anfangen können und so mehr „Zug“ zu Frauchen bekommen.

Lesetipp

Nicht nur der Titel des kleinen, aber feinen Obediencebuches „It’s a dog, not a toaster“  von Diana Kerew-Shaw ist witzig, auch die restlichen 120 Seiten sind lustig zu lesen. Dabei handelt es sich nicht um eine Anleitung zum Üben und phasenweise ist es stark auf die amerikanischen Regeln zugeschnitten, aber neben dem Unterhaltungsfaktor bietet es auch wirklich gute Anregungen. Die Autorin beantwortet u.a. die Frage, warum sie Obedience macht und ich kann mich da ihrer Zielsetzung nur anschließen, die sich gewiss von den Zielen anderer Leute deutlich unterscheidet. Seit langem bricht mal wieder jemand eine Lanze dafür, dass Obedience doch eigentlich ein Sport für Jederhund sein sollte – eine Tatsache, die auch hierzulande immer mehr verloren geht und über kurz oder lang Obedience gegenüber anderen Sportarten wieder stärker marginalisieren wird. Eine kurzweilige Lektüre für Obediencesportler, die den Sport noch mit Verstand UND Herz betreiben und über gute Englischkenntnisse verfügen,

Alles befindet sich im Fluss…

…oder doch zumindest im (Live)stream! Den soll es tatsächlich bei der diesjährigen dhv DM Obedience geben!

Den Link dazu (der Livestream wird offenbar von universal-dog.eu angeboten) findet ihr auf dieser Seite. Hier finden sich auch Starterlisten und und und. Wie sich das im digitalen Zeitalter so gehört! 🙂 Viel Spaß beim Zuschauen.

Die Ergebnisse sind online auf universal-dog! Dank Livestream konnte man wirklich (sofern man Zeit hatte) mitfiebern und dank aktueller Updates die Ergebnisse zeitnah nachlesen. Sehr genial übrigens die Vorführung des Jack Russells (Platz 15), und grandios, dass man auch als letzte Starterin noch Erste werden kann!

Die neue PO Obedience Beginner

Ab 1.1.2013 tritt die neue Prüfungsordnung für die Klasse Beginner in Obedience in Kraft. Das Stehen und Betasten wird (für die weitere Ausbildung) logischer, da man jetzt mit Handzeichen vor dem Hund arbeiten darf, ähnlich wie in der Distanzkontrolle (bislang musste der Hund aus der Grundstellung nur auf Hörzeichen hin aufstehen). Dass die neue Regelung für die Box (ohne Ankündigung, Handzeichen oder gar vorheriges daraus abrufen) vielen Beginnern das Genick brechen wird, kann jeder ahnen, der ein wenig die Ergebnisse der neuen Klasse 1 beobachtet hat. Das Apportieren ist Geschmackssache, ich persönlich finde diesen Umweg überflüssig.